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Neu22.12.2015

Rückblick 2015: Ein erfolgreiches Jahr geht zu Ende

Beschäftigung und Wachstum bis über 2020 hinaus - MEYER erfüllt seinen Teil der Standortzusagen

Das Jahr 2015 war für die MEYER WERFT und die NEPTUN WERFT ein sehr erfolgreiches Jahr mit vielen Schiffsablieferungen sowie zahlreichen neuen Aufträgen für die nächsten Jahre. Die Werften in Papenburg, Rostock und in Turku verfügen über einen Auftragsbestand von insgesamt 28 Schiffen – überwiegend große Kreuzfahrtschiffe und Fähren. Damit sind die Werften der Gruppe Marktführer im internationalen Markt beim Bau von Kreuzfahrtschiffen und national führend im zivilen Schiffbau.

Im Jahr 2015 sorgte der Bau und die Fertigstellung von elf Flusskreuzfahrtschiffen für Viking River Cruises in Rostock, zwei Kreuzfahrtschiffen – Anthem of the Seas für Royal Caribbean International und Norwegian Escape für Norwegian Cruise Line – in Papenburg sowie dem Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 4“ für TUI Cruises in Finnland für eine umfassende Beschäftigung.

Wichtig für die MEYER WERFT war die erfolgreiche Verabschiedung des Masterplans Ems. „Mit diesen Erfolgen, den großen Investitionen, dem Ausbau der Arbeitsplätze auf über 3.300 Mitarbeiter sowie der Forschung und Entwicklung haben wir unseren Teil des geltenden Standortsicherungsvertrags mit dem Land Niedersachsen, der IG Metall und dem Betriebsrat schon fast erfüllt. An den notwendigen Aufträgen bis 2030 arbeiten wir mit voller Kraft und gehen davon aus, dass jetzt auch alle anderen Vertragsparteien ihren Teil ebenfalls konsequent und tatkräftig beitragen“, so Geschäftsführer Bernard Meyer.

Die NEPTUN WERFT in Rostock konnte zwei weitere Aufträge für Flusskreuzfahrtschiffe gewinnen. Zudem hat NEPTUN mit dem LNG-Gastanker für Anthony Veder, einer neuen Fähre für W.D.R. sowie der Entscheidung, zukünftig die voll ausgerüsteten Maschinenraummodule für Papenburg und Turku zu bauen, ebenfalls einen großen Schritt in die Zukunft gemacht. Diese Baustrategie sorgt für eine gleichmäßige Auslastung und eine nachhaltige Standortsicherung.

MEYER TURKU hat im Jahr 2015 „Mein Schiff 4“ geliefert und wird 2016 „Mein Schiff 5“ an TUI Cruises abliefern. Zwei weitere Schiffe für TUI Cruises folgen in den Jahren 2016 und 2017. Darüber hinaus wurden zwei neue Kreuzfahrtschiffe für Costa Crociere in Turku bestellt. Mit diesen Aufträgen sowie dem Auftrag für eine besonders umweltfreundliche LNG-Fähre für die estnische Reederei AS Tallink ist hier eine gute Perspektive für Wachstum und Beschäftigung gegeben. Zudem wurden die letzten 30% der Eigentumsanteile, die noch vom finnischen Staat gehalten wurden, übernommen. Jetzt befindet sich die finnische Werft zu 100% in privatem Besitz.

Für die MEYER WERFT war die Ablieferung der Anthem of the Seas (168.666 BRZ) und der Norwegian Escape (164.400 BRZ) ein Erfolg. Die bereits 2014 initiierte neue Baustrategie mit dem Bau der Schiffe in zwei schwimmfähigen Schiffsteilen in einem 12-Wochen-Takt hat sich als ein großer Erfolg herausgestellt. Damit und der Übernahme der finnischen Werft in Turku konnte dann auch AIDA Cruises als Kunde zurückgewonnen werden und hat für 2018 und 2020 zwei völlig neuartige Schiffe mit LNG-Antrieb bestellt. Mit zwei Schwesterschiffen der Quantum-Klasse sowie zwei Schiffen für Saga Cruises konnten weitere neue Aufträge gewonnen werden. Ab 2019 werden dann auch wieder aus dem Baudock 1 der Werft Neubauten für Saga Cruises geliefert und damit zusätzliche Arbeit nach Papenburg geholt.

Mit der Anthem of the Seas und der Norwegian Escape hat die Werft zwei sehr große Kreuzfahrtschiffe mit jeweils deutlich über 160.000 BRZ gebaut und abgeliefert. „Für unsere Mitarbeiter war es erneut eine Herausforderung, diese sehr komplexen Schiffe zu konstruieren und in nur rund 20 Monaten zu bauen. Mit viel Engagement unserer Mitarbeiter ist es uns gelungen, auch diese Schiffe pünktlich und technisch einwandfrei abzuliefern. Diese Motivation brauchen wir weiterhin, um unsere vielen Großprojekte auch in den nächsten Jahren erfolgreich zu realisieren,“ so Lambert Kruse, Geschäftsführer der MEYER WERFT.

Elf Kreuzfahrtschiffe, acht Flusskreuzfahrtschiffe, ein LNG-Gastanker und eine Fähre werden in den nächsten Jahren von der NEPTUN WERFT und der MEYER WERFT geplant, konstruiert und gebaut. In Turku entstehen sechs Kreuzfahrtschiffe und eine Fähre. Mit diesen Auftragsbüchern und der konsequenten Umsetzung der Unternehmensstrategie haben die Werften sehr große Chancen, im international stark umkämpften Schiffbaumarkt zu bestehen.

Weitere Highlights des Jahres 2015 waren die Neueinstellung von 68 Auszubildenden, die große Mitarbeiterveranstaltung mit ca. 8000 Personen bei der Schiffsbesichtigung an Bord der Norwegian Escape sowie jeweils einer großen Farewell-Party zur Übergabe des Schiffes mit Mitarbeitern und Partnerfirmen.

Foto - Das neue Kreuzfahrtschiff Ovation of the Seas im Baudock

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Neu5.11.2015

Zertifizierung im Energiemanagement

Die MEYER WERFT, ihre Tochterunternehmen Rohrzentrum, Laserzentrum, das Schwesterunternehmen NEPTUN WERFT und der Konservierungs- und Isolierungsspezialist ND Coatings sind seit kurzem erfolgreich nach ISO 50001 zertifiziert. Zwei Auditoren der Zertifizierungsgesellschaft DQS bestätigten die Konformität mit der Norm, nachdem sie sich gemeinsam mit den jeweiligen Energieteams in einem mehrtägigen Audit einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Systeme verschafften.

„Die Zertifizierung zeigt deutlich unsere intensiven Anstrengungen, einen größtmöglichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten und uns dabei stetig zu verbessern und dabei sogar Geld zu sparen“, so Bernard Meyer.

Mit Hilfe des Energiemanagementsystems sollen Energieverschwendungen aufgedeckt und beseitigt, sowie Einsparpotenziale systematisch aufgezeigt werden. Dadurch wird eine dauerhafte Verbesserung der Energieeffizienz durch kontinuierliche Überwachung und gezielte Maßnahmen erreicht.

Götz Blechschmidt, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS), sagt: „Ich freue mich, die Meyer Werft und ihre verbundenen Unternehmen auszeichnen zu können. Das Zertifikat unterstreicht das große Engagement im Energiemanagement und bei der Nachhaltigkeit.“

Mit dieser Zertifizierung bestätigen die beteiligten Unternehmen ihr Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Durch eine kontinuierliche energetische Verbesserung der Produkte und der Fertigungsprozesse trägt das Unternehmen zur Erreichung der nationalen und europäischen Energie- und Klimaziele bei.

Die ISO 50001 hat sich als globaler Maßstab für die Umsetzung eines Energiemanagementsystems durchgesetzt.

Foto: von links – Bernard Meyer, Geschäftsführer Meyer Werft – Manfred Müller Fahrenholz, Geschäftsführer Neptun Werft- Darko Cvoro, Geschäftsführer Meyer Werft Rohrzentrum – Götz Blechschmidt, Geschäftsführer DQS – Lambert Kruse, Geschäftsführer Meyer Werft – Hermann Lembeck, Geschäftsführer Meyer Werft Laserzentrum – Manfred Ossevorth, Geschäftsführer nd-Coating – Thorsten Störig, Abteilungsleiter Qualitätsmanagement Meyer Werft.

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Neu2.11.2015

W.D.R. bestellt weitere Doppelendfähre bei der Neptun Werft

W.D.R. bestellt weitere Doppelendfähre bei der Neptun Werft – Ablieferung für 2018 geplant

• Schiff wird nach den Standards des "Blauen Engel" gebaut

• Stärkung der Inselversorgung durch über 80% mehr Lkw-Kapazität

• Folgeauftrag aus dem Fährsegment wichtiges Signal für Neptun Werft

Die Wyker Dampfschiffs-Reederei Föhr Amrum GmbH und die Rostocker Neptun Werft GmbH & Co. KG haben am 26. Oktober den Vertrag zum Bau einer weiteren Doppelendfähre für die Föhr-Amrum-Linie (FAL) unterzeichnet. Das neue Schiff wird ein modifizierter Nachbau der 2011 von Neptun abgelieferten M/S "Schleswig-Holstein".

Die Geschäftsführer beider Unternehmen, Axel Meynköhn (W.D.R.) und Manfred Müller-Fahrenholz (Neptun Werft), setzten in Rostock ihre Unterschriften unter den Vertrag. "Die Neptun Werft konnte sich in intensivem Wettbewerb gegen andere deutsche und europäische Werften durchsetzen und legte ein attraktives Angebot vor", sagte Axel Meynköhn am Rande der Unterzeichnung, "außerdem sprachen die sehr guten Erfahrungen mit unserer 'Schleswig-Holstein' für diesen Betrieb. Ich freue mich daher, dass wir für unseren dritten Doppelendfährneubau zu Neptun zurückkehren konnten". Bereits im August hatte sich die W.D.R.-Gesellschafterversammlung mit großer Mehrheit für den Bau einer dritten Doppelendfähre ausgesprochen. Die Ablieferung ist für Februar 2018 vereinbart. "Durch diese Zeitplanung können wir das Schiff rechtzeitig vor Beginn des Osterreiseverkehrs auf der Linie zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum in Fahrt bringen", betonte Axel Meynköhn. Über den Baupreis des neuen Schiffes – das auf der FAL die 1992 gebaute M/S "Rungholt" ersetzen wird – vereinbarten die Vertragsparteien Stillschweigen.

Kapazitätsschub für die Inselversorgung

Mit 75,88 m Länge und 16,40 m Breite wird der Neubau die gleichen Abmessungen wie die "Schleswig-Holstein" haben, auch die Kapazität für maximal 1.200 Personen ist identisch. "Etwas anders geschnitten ist hingegen das Fahrzeugdeck", erläuterte Axel Meynköhn, "als erstes W.D.R.-Schiff wird der Neubau vier Spuren für Lkw haben. Die W.D.R. entspricht damit zukünftig noch besser der Nachfrage in der Inselversorgung und kann Abfahrten mit hoher Lkw-Frequenz – z.B. frühmorgens ab Dagebüll zu den Inseln – optimal bedienen". Rund 350 Spurmeter für Pkw und 280 Spurmeter für Lkw wird der Neubau haben – im Vergleich zur "Rungholt" ein Zuwachs von 50% bzw. 80%. Bedingt durch die Erweiterung des Fahrzeugdecks ergeben sich auch einige andere Detailänderungen des Designs. "Wir setzen mit unserem dritten Neubau einmal mehr Maßstäbe im Inlandsfährverkehr", betont Axel Meynköhn, "unsere Fahrgäste werden auch auf der neuen Doppelendfähre wieder in einem hellen, modernen Ambiente mit komfortablen Sitzgruppen, Catering am Platz und elektronischem Fahrgastinformationssystem zu den Inseln reisen und dank großer Panoramafenster die Fahrt durch das Weltnaturerbe Wattenmeer in vollen Zügen genießen können". Selbstverständlich wird auch dieses Schiff wieder mit einem Lift ausgestattet und optimal auf die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Fahrgäste ausgelegt.

Bau nach den Standards des "Blauen Engel"

Die neue W.D.R.-Fähre ist nach den Standards der Normen RAL-UZ 141 (Blauer Engel "Umweltfreundliches Schiffsdesign") und RAL-UZ 110 (Blauer Engel "Umweltschonender Schiffsbetrieb") konzipiert worden. Im Bauvertrag garantiert die Neptun Werft ihrem Auftraggeber die Erfüllung aller konstruktiven Anforderungen beider Normen. "Wir wissen, dass Umweltschutz bei der W.D.R. höchste Priorität genießt und stellen uns daher gern dieser Anforderung unseres Kunden", sagte dazu Neptun Werft-Geschäftsführer Manfred Müller-Fahrenholz. Im Vorfeld der Auftragsvergabe hatte die W.D.R. intensiv untersucht, welche Antriebsart unter dem Gesichtspunkt der Umweltverträglichkeit und Versorgungssicherheit zukünftig die beste ist. Dabei ließ sich das Unternehmen wissenschaftlich unterstützen. "Im Ergebnis haben wir für unseren Neubau wiederum einen dieselmechanischen Antrieb gewählt, der mit umweltfreundlichem Marinegasöl aus schleswig-holsteinischer Produktion betrieben wird", beschrieb Axel Meynköhn das Ergebnis dieser Überlegungen. Als Antriebseinheit werden erneut vier Voith-Schneider-Propeller installiert.

Neubau stärkt Position der Neptun Werft im Fährschiffssegment

Für die Neptun Werft ist der Neubauauftrag aus Wyk ein wichtiges Signal. "2010 ist uns mit der Bestellung der 'Schleswig-Holstein' der Einstieg ins Fährschiffssegment gelungen. Jetzt kehrt unser damaliger Kunde zu uns zurück und bestellt einen Nachbau. Dies ist die beste Referenz, die wir uns wünschen können", unterstrich Manfred Müller-Fahrenholz. Der After-Sales-Service bei der 'Schleswig-Holstein' hat dazu beigetragen, den Folgeauftrag nach Rostock zu holen. Neptun hofft, zukünftig weitere Neubauaufträge für Inlandsfähren akquirieren zu können: "Die W.D.R. verfügt mit ihrem dritten Neubau über eine sehr junge Flotte. Anderen europäischen Inlandsreedereien steht dagegen in den kommenden Jahren die umweltgerechte Modernisierung ihrer Flotten noch bevor. Ich denke, dass Neptun mit dann zwei W.D.R.-Referenzen als Neubauwerft für dieses Spezialschiffssegment sehr attraktiv ist", so Müller-Fahrenholz. Durch die langfristige Bestellung der W.D.R. kann Neptun den Neubau optimal in die Produktionsplanung eintakten: "Wir werden im Frühjahr 2017 mit dem Bau beginnen, wenn die für dieses Frühjahr bereits bestellten Flusskreuzfahrtschiffe abgeliefert sind. Mit dem neuen Auftrag der W.D.R. ist die Neptun Werft nun bereits bis weit ins Jahr 2018 hinein ausgelastet".

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Neu16.10.2015

Ausgezeichnete Lieferanten im Schiffbau

NEPTUN WERFT ehrt Partner des Jahres 2014

Im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung in der Skybar des Neptun-Hotels ehrte die NEPTUN WERFT zum ersten Mal die Lieferanten, die sich im vergangenen Jahr durch hervorragende Leistungen ausgezeichnet haben, als ihre Partner des Jahres 2014. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Werft, gemeinsam wurden in den letzten Jahren über 60 Schiffe auf der NEPTUN WERFT gebaut. Die drei geehrten Unternehmen setzten sich gegen 740 Mitbewerber durch, davon 190 Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern.

Der Bau von Kreuzfahrt- und Flusskreuzfahrtschiffen ist ein sehr wichtiger Industriezweig, allein durch die Schiffe, die auf der MEYER WERFT, der Meyer Turku-Werft und der NEPTUN WERFT gebaut werden, finden direkt und indirekt 43.000 Menschen Beschäftigung.

Die Geschäftsführer der Werft sowie Mitarbeiter des Einkaufs überreichten den Preisträgern die Trophäen und Urkunden. Mehr als 140 geladene Gäste verfolgten die Preisverleihung.

Die Grundlage für diese Auszeichnung „Partner des Jahres“ bildet die im Rahmen des Lieferantenmanagements der Werft regelmäßig durchgeführte Lieferantenbeurteilung. Ausgezeichnet wurden die Firmen:

GSG – Glöde Spezial Gerüstbau GmbH,

Minimax GmbH & Co. und

KG Rostock und Kaefer Schiffsausbau GmbH NL Rostock.

In ihren Dankesworten hoben die Preisträger besonders die gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit der Werft mit ihren Lieferanten hervor.

Im Rahmen der Veranstaltung informierten die Geschäftsleitung und Mitarbeiter des Einkaufs über aktuelle Themen zum Kreuzfahrtmarkt, der Werft und zum Thema Lieferantenmanagement.

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Neu28.6.2015

Meyer Werft setzt europäischen Kurs fort

Wir haben die Meyer Werft und die Neptun Werft im ver-gangenen Jahr gestärkt, indem wir bei beiden Gesellschaften eine kräftige Kapitalerhöhung durchgeführt haben und alle Anlagen, Investitionsgüter und Grundstücke aus der Meyer Neptun GmbH, Rostock übertragen haben. Damit wurde die Meyer Neptun GmbH zu einer reinen Besitzgesellschaft degradiert und die beiden Standorte deutlich gestärkt. Die Anteile an der Meyer Neptun GmbH, Rostock wurden auf die Meyer Neptun GmbH Luxemburg übertragen, die wiederum der Neptun Industrie in Rostock (NIR) gehört.

Papenburg ist inzwischen der größte Schiffbauplatz in Europa geworden und die Neptun Werft in Warnemünde der größte Anbieter für Flusskreuzfahrtschiffe. Wir werden nun im Herbst in Luxemburg ein Büro eröffnen, von dem aus der zentrale Einkauf für Papenburg, Rostock und Turku gesteuert wird. Wir wollen damit besonders unsere Internationalität darstellen, um im mörderischen weltweiten Konkurrenzkampf zu überleben. Dieses ist kein Steuersparkonzept. Die Steuern werden wie bisher weiterhin in Papenburg, Rostock und Turku bezahlt.

Mit dieser gesellschaftrechtlichen Entwicklung erreichen wir aber auch, dass die Gruppe auch zukünftig keinen Aufsichtsrat haben wird. Gerade die letzten erfolgreichen Verhandlungen um sieben neue Aufträge haben gezeigt, dass ein Aufsichtsrat extrem hinderlich gewesen wäre und eventuell den Erfolg verhindert hätte. Ein großer Vorteil unserer Unternehmen ist, schnell und flexibel entscheiden zu können. Dieses lässt ein Aufsichtsrat nicht zu. Da in einem solchen Aufsichtsrat die Mehrheiten in unserem Falle sehr eindeutig auf der Unternehmensseite liegen würde, hätte dieses Gremium gegenüber dem heutigen Mitbestimmungsmodell für die Arbeitnehmerseite keinen Vorteil. Außerdem werden mit dem aktuellen Schritt keine der heute bereits geltenden Mitbestimmungsrechte beschnitten. Die Meyer Werft ist seit 220 Jahren ohne Aufsichtsrat erfolgreich gewesen und soll es auch zukünftig sein.

Am 15. Januar wurde der Standortsicherungsvertag zwischen dem Land Niedersachsen, der Meyer Werft, der IGM und des Betriebsrat der Werft unterschrieben. Dabei verpflichtete sich das Land dafür zu sorgen, dass die Schiffe Papenburg verlassen können und das die Meyer Werft die in Europa zugelassenden Innovationshilfen bekommt. Die Meyer Werft verpflichtete sich, auch zukünftig den Standort Papenburg zu erhalten und 3100 Arbeitsplätze zu garantieren. Die IGM und der Betriebsrat verpflichteten sich dazu mitzuhelfen, den Standort Papenburg konkurrenzfähig zu halten.

Die Meyer Werft hat in den letzten Tagen 4 große Kreuzfahrschiffe in Auftrag nehmen können und ist damit bis 2020 voll beschäftigt. Nur durch viele Innovationen im Design und in der Prototypentwicklung konnte die Werft bei den Aufträgen erfolgreich sein. Es wird derzeit sogar intensiv daran gearbeitet, das kleinere überdachte Baudock wieder für 2020 zu aktivieren. Gegen harte chinesische Konkurrenz konnte die Neptun Werft den Auftrag für einen 18.000 cbm LNG Tanker zeichnen. Auch die Werft in Turku konnte zwei große Kreuzfahrschiffe für die Carnival Gruppe gewinnen.

Schon heute sind über 3300 Mitarbeiter auf der Meyer Werft beschäftigt, also 200 mehr als vertraglich zugesichert. Auch in der Ausbildung wird die Meyer Werft weiter Vorreiter sein und bildet in einem größeren Masse aus als vereinbart. Damit hat das Unternehmen seine Verpflichtungen aus dem Standortsicherungsvertrag mehr als erfüllt und steht weiter voll zum Standort Papenburg und Warnemünde.

Die Herausforderung, die Standorte weltweit für die Zukunft konkurrenzfähig zu machen, ist jetzt unsere Hauptaufgabe. Um das zu erreichen, sind viele Maßnahmen und Projekte gestartet worden. Die IGM und der Betriebsrat haben sich mit dem Standortsicherungsvertrag verpflichtet, die Geschäftsleitung dabei voll zu unterstützen.

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Neu26.6.2015

Anthony Veder bestellt LNG-Gastanker

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