26.05.2021

NEPTUN WERFT schnürt Zukunftspaket

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Rostock, 26.05.2021 –

Die NEPTUN WERFT hat mit der IG Metall Küste und dem Betriebsrat der Werft in Warnemünde ein gemeinsames Paket zur langfristigen Sicherung des Werftstandortes verabschiedet. Das neue Maßnahmenpaket macht die NEPTUN WERFT schlagkräftig für die Zukunft. Die derzeitige Belegschaftsgröße von mehr als 600 Mitarbeitern wird so an die neuen Marktbedingungen angepasst. Die Belegschaft der NEPTUN WERFT wurde am heutigen Mittwoch auf einer Betriebsversammlung über die beschlossenen Maßnahmen ausführlich informiert.

Die NEPTUN WERFT hat durch die Corona-Krise deutlich weniger Arbeit. Von 1,4 Mio. Fertigungsstunden pro Jahr werden nur noch etwa 0,5 Mio. Stunden geleistet. Die Geschäftsführung ist gezwungen, umfangreich Kosten einzusparen und das Unternehmen neu auszurichten. In diesem Zuge ist ein Personalabbau unvermeidbar. Hiervon sind auf freiwilliger Basis bis zu 180 Mitarbeiter der NEPTUN WERFT und von NEPTUN Logistik betroffen. Entsprechend wird ein Freiwilligenprogramm mit Transfergesellschaft im Unternehmen umgesetzt. Ziel ist es, die Zahl der betriebsbedingten Kündigungen zu minimieren bzw. möglichst alle Stellen einvernehmlich über ein Freiwilligenprogramm abzubauen.

„Der Übergang einer so großen Anzahl an Mitarbeitern in eine Transfergesellschaft bedeutet einen großen Einschnitt im Unternehmen. Ich bedauere diesen Schritt sehr. Um die Zukunft der NEPTUN WERFT und die verbleibenden Arbeitsplätze langfristig zu sichern, ist dieser Schritt leider unausweichlich. Wir sind froh, dass wir in konstruktiven gemeinsamen Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall ein solch umfangreiches Paket mit guten Konditionen für die Belegschaft auf den Weg bringen konnten. Damit können wir jetzt in Zukunft schauen“, sagt Geschäftsführer Bernard Meyer.

Notwendig werden all diese Maßnahmen zur Bewältigung der Folgen der Corona-Pandemie. Diese weltweite Krise sorgte unvorhersehbar für den kompletten und langen Stillstand in der Kreuzfahrtindustrie sowie bei der gesamten Flusskreuzfahrtflotte in Europa. Entsprechend ist die Nachfrage nach neuen Schiffen stark eingebrochen. Die NEPTUN WERFT gehört in dem Bereich der Flusskreuzfahrtschiffe zu den weltweiten Marktführern. Neben Flusskreuzfahrtschiffen werden in Warnemünde die Maschinenraummodule für die Kreuzfahrtschiffe der MEYER WERFT und von MEYER TURKU gebaut. „Uns fehlt in den kommenden Jahren sehr viel Arbeit. Wir passen uns jetzt in Rostock an den Markt an. Gleichzeitig arbeiten wir hart daran, neue Aufträge für innovative und umweltfreundliche Schiffe zu gewinnen“, so Betriebsleiter Lars-Gunar Klasen.

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