Eine Werft – zwei Standorte

Zwar schon im Jahr 1850 gegründet, findet erst im Jahr 1890 die Umbenennung in „Neptun Schiffswerft und Maschinenfabrik Aktiengesellschaft“ statt. Der Name Neptun gehört von nun an zu Rostock und das Werftgelände ist fester Bestandteil des Rostocker Stadtzentrums.

In den Jahren bis zur Wiedervereinigung werden hier viele 1.500 Schiffsneubauten, Schiffsreparaturen und -umbauten für internationale Reedereien erfolgreich fertig gestellt.

Ende der 1990er Jahre verlässt die Werft jedoch nach und nach ihre ursprüngliche Produktionsstätte im Zentrum der Stadt. Seit 2000 sind nun alle Aktivitäten am neuen Standort in Warnemünde zusammengefasst und das alte Gelände wurde verkauft.

Das Areal erinnert jedoch noch heute an die alte Produktionsstätte der Werft. So gibt es eine Dockbrücke, die an die damalige Helling und somit an den Schiffbau vergangener Zeiten am Standort erinnert. Der Hellingkran, der sich mit seinem Ausleger bis in 56 Meter Höhe empor reckt, wurde komplett erhalten. Die alte Halle, die bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstand und heute als Parkhaus dient sowie das Neptun-Einkaufscenter erinnern zusätzlich an die Vergangenheit des Geländes. Somit bleibt die Industriearchitektur im Zentrum Rostocks auch weiterhin erhalten und der Name Neptun auch im Zentrum der Stadt präsent.

Unterdes hat die NEPTUN WERFT am neuen Standort in Rostock-Warnemünde moderne Werftanlagen aufgebaut und knüpft hier an alte Erfolge an. Am seetiefen Wasser fügt die Werft sich ebenso gut ein wie der bekannte Leuchttum, der auch heute noch als Seezeichen genutzt wird, sowie der Teepott, der durch sein muschelförmiges Betondach auffällt und eines der Wahrzeichen Warnemündes ist.